Burnout - Prävention und Therapie
Was ist Burnout eigentlich?
Burnout ist ein psychovegetatives Erschöpfungssyndrom, das sich meist als Folge chronischer Beanspruchung entwickelt – häufig beruflich, aber auch im privaten Bereich, etwa bei der Pflege von Angehörigen. Besonders gefährdet sind Menschen in helfenden Berufen (Ärzt:innen, Pflegepersonal, Lehrer:innen, Sozialarbeiter:innen), in Führungspositionen, in der Selbstständigkeit oder mit hoher Verantwortung.
Burnout ist kein scharf umschriebenes Krankheitsbild. Es gibt fließende Übergänge zu psychosomatischen Beschwerden und depressiven Störungen.
Wie entsteht Burnout?
Die Entwicklung ist ein langsamer, schleichender Prozess. Am Anfang steht oft eine Phase erhöhter Anforderungen, in der Engagement und Energie noch hoch sind. Fehlt in dieser Phase ausreichend Erholung, leeren sich die Energiespeicher Schritt für Schritt – und es entstehen typische Symptome:
- Erschöpfung, innere Leere, Hilflosigkeit
- Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme
- Unfähigkeit zur Entspannung – auch im Urlaub
- Abstumpfung gegenüber Interessen und sozialen Beziehungen
- Arbeitsüberdruss, Zynismus, Reizbarkeit
- Veränderungen im Essverhalten
- körperliche Symptome wie erhöhter Blutdruck, Magenbeschwerden, Schmerzzustände
Wird hier nicht gegengesteuert, droht am Ende das Vollbild einer Depression.
Das eigentliche Problem: das frühe Erkennen
Viele Betroffene merken selbst erst sehr spät, dass das Gleichgewicht aus Stress und Erholung längst aus dem Lot geraten ist. Nahestehenden fällt es meist viel früher auf. Wenn dich also Menschen aus deinem Umfeld darauf ansprechen – oder du selbst zum ersten Mal den Gedanken hast, dass du nicht mehr kannst – ist das ein wichtiges Signal, das du ernst nehmen solltest.
Burnout-Prävention
Das Um und Auf ist das Bewusstwerden der eigenen Situation: Wo sind meine Energiefresser? Wo meine Energiespender? Wie gehe ich mit Druck und Konflikten um? Was hilft mir wirklich beim Auftanken?
Was sich allgemein bewährt:
- Gesunder Lebensstil, ausreichend Schlaf, bewusste Ernährung
- Regelmäßige Entspannungsmethoden (Atemübungen, Achtsamkeit, progressive Muskelentspannung)
- Moderate Bewegung als Ausgleich
- Soziale Kontakte und Zeit für Hobbys
- Gutes Zeit- und Konfliktmanagement
- „Nein-Sagen" lernen und eigene Grenzen achten
Wie ich dich begleite
Ich arbeite nach dem biopsychosozialen Modell – Körper, Psyche und Lebensumstände gemeinsam betrachtet. Mein Ansatz ist pragmatisch und lösungsorientiert: zuerst Symptomlinderung, damit du wieder Luft bekommst – dann Ursachenarbeit für nachhaltige Veränderung.
In der Therapie kombiniere ich:
- ärztliche Gespräche und – wenn sinnvoll – medikamentöse Unterstützung
- Methoden aus Verhaltenstherapie, ACT (Akzeptanz- und Commitment-Therapie) und Schematherapie
- Stressmanagement, Entspannungs- und Atemübungen
- Arbeit an Lebensmustern und inneren Antreibern, die dich immer wieder in die Erschöpfung führen
Mein Therapieprogramm: Das Ich-Projekt
Speziell für Menschen mit Stress-, Angst- und Burnout-Themen habe ich „Das Ich-Projekt" entwickelt – ein telemedizinisches Therapieprogramm, das Medizin und Verhaltenstherapie verbindet und seit 2021 durch Telemed Austria zertifiziert ist. In drei Phasen über mindestens 6 Monate begleite ich dich von der ersten Stabilisierung bis zu einem dauerhaft gesunden Umgang mit Stress.
Für Menschen, die vorbeugend an ihrem Stressmanagement arbeiten möchten, biete ich zusätzlich Prävention & Stressmanagement an – mit Onlinekursen, Workshops und einer eigenen Community.
Wenn du den Verdacht hast, dass du auf ein Burnout zusteuerst – oder schon mittendrin bist – melde dich gerne. Der Einstieg ist immer ein Beratungsgespräch, in dem wir gemeinsam schauen, wo du stehst und was du brauchst.